Wissenschaftsminister Rhein spricht auf Initiative von Landtagsabgeordnetem Pentz über Perspektive für den Standort

In Wachstum investieren, den Standort stärken und die „Marke Mediencampus“ weiterentwickeln – so soll es, kurz zusammengefasst – mit dem Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt weitergehen. „Sie haben hier ein Pfund, mit dem Sie wuchern können“, so der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein bei einem Gespräch über die Zukunft des Standorts Dieburg am Freitagabend. Auf Initiative des Hessischen CDU-Generalsekretärs und Landtagskandidaten Manfred Pentz ist Rhein zum Mediencampus Dieburg gekommen, um sich dort mit dem Präsidenten der Hochschule Darmstadt, Prof. Dr. Ralph Stenger sowie deren Kanzler Norbert Reichert über die Perspektiven für den Campus auszutauschen. „Er ist sozusagen der Patron der Hochschule und sagt mir immer, ich müsse mich mehr kümmern“, erläutert Minister Rhein mit einem Augenzwinkern, warum er der Einladung Pentz` in dessen Heimatkreis nach Dieburg gefolgt ist. Zum inzwischen dritten Mal hat der Minister das Dieburger Areal der Hochschule Darmstadt besucht und habe auch dank der Initiative von Manfred Pentz „ein Faible“ für den Campus entwickelt, wie er betont.

Der Standort Dieburg mit seinen „tiptop“ ausgebildeten Spezialisten besonders im Bereich Medien sei „einzigartig“ in Hessen, betont der Minister bei dem Treffen. Hessen sei beispielsweise ein Zentrum für den animierten Film, besonders im Rhein-Main-Gebiet hätten sich Firmen angesiedelt, die sich auf die Fertigung solcher Filme spezialisiert hätten, so Rhein. „Und wenn man die Leute, die da arbeiten, mal fragt, wo sie herkommen, erhält man oft die gleiche Antwort – aus Dieburg.“ Besonders in einer Zeit, die gerade im Bereich Medien besonders schnelllebig ist, sei es wichtig, einen solchen Standort zu erhalten und weiterzuentwickeln, ergänzt Pentz.

Bei den Plänen für den Standort gehe es aber nicht nur darum, die Gebäude und den Campus als „erkennbaren Standort der Stadt“ zu erhalten und dieser dadurch etwas zurückzugeben, betont Kanzler Reichert. Dazu gehöre auch, „Medienstudierende und Medienschaffende an den Standort zu holen und die Region mit einzubeziehen“, so Pentz. Diese solle ebenfalls von den Entwicklungen am Campus profitieren. Die Gesprächsteilnehmer sind sich einig, dass es wichtig ist, die Hochschule zu öffnen, der Bevölkerung zugänglich zu machen und zu zeigen, „was der Nutzen der Wissenschaft für die Gesellschaft ist“, ergänzt Minister Rhein. „So erleben die Menschen, wofür ihr Steuergeld verwendet wird“, spricht er einen wichtigen Punkt an. Zudem solle ein Magnet geschaffen werden, der „Strahlkraft entwickle, auch über Deutschland hinaus“, erhofft sich Reichert. In Dieburg bestehe die Möglichkeit, Zukunft zu gestalten. Die Hochschule Darmstadt habe deswegen „Interesse an Erhalt und Weiterentwicklung dieses Campus“.

Um den Anschluss in der Welt nicht zu verlieren, müsse Medienanwendung gelehrt, müssten junge Menschen ausgebildet und Techniken weiterentwickelt werden, betont Minister Rhein. Dieburg sei dazu der ideale Standort. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, wenn wir hier vorankommen“, sagt Pentz im Anschluss und wendet sich an den Minister. „Ich habe die Grundkoordinaten jetzt geliefert, der Startschuss ist heute gefallen.“

Info Medien-Campus Dieburg:

Aktuell verzeichnet der Standort Dieburg der Hochschule Darmstadt 3500 Studenten, das Areal umfasst 45.000 Quadratmeter. Zum Wintersemester 1968/69 als Ingenieurshochschule der Deutschen Post gegründet, wurde sie 1971 zu einer staatlich anerkannten Fachhochschule. Seit 2000 ist die ehemalige Fachhochschule Teil der Hochschule Darmstadt und beherbergt die zwei Fachbereiche Wirtschaft und Media. In diesem Jahr feiert der Standort seinen 50. Geburtstag.

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